Basedow-Hashimoto-Selbsthilfegruppe Saar
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Morbus Basedow

 

Die Basedow´sche Erkrankung (= Morbus Basedow) entsteht durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Die Schilddrüse wird dabei zur Zielscheibe von Abwehrreaktionen, die einerseits eine Entzündung der Schilddrüse auslösen und andererseits durch eine Antikörperreaktion bei den meisten Betroffenen zu einer Überproduktion von Schilddrüsenhormonen führen.

 

Die Auslöser der Erkrankung sind nicht genau bekannt. Bei den meisten Betroffenen gibt es eine genetische Veranlagung, das heißt auch bei anderen Familienmitgliedern sind Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse bekannt.

 

Bei ca. einem Drittel der Erkrankten treten auch Veränderungen an den Augen auf. Diese treten aufgrund einer Entzündungsreaktion hinter den Augäpfeln hervor. Eine Reizung der Bindehaut, eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit, verstärktes Tränen der Augen und ein Druckgefühl in den Augenhöhlen sind erste Zeichen für eine Augenbeteiligung. Auch hier ist die Ursache nicht genau bekannt. Ein wichtiger Risikofaktor ist das Rauchen.

 

Bei Verdacht auf eine Basedow´sche Erkrankung sollte man sich zügig in fachärztliche Behandlung begeben. Durch eine Laboruntersuchung (Bestimmung der Schilddrüsenhormone und spezieller Antikörper) und eine Sonografie der Schilddrüse kann die Diagnose schnell gestellt werden.

 

Die Behandlung besteht zunächst in der Gabe von Medikamenten, die die Schilddrüsenhormonproduktion hemmen. Damit kann man die Schilddrüsenüberfunktion oft rasch in den Griff kriegen. Werden die Medikamente nicht vertragen oder kommt es nach dem Absetzen der Medikamente erneut zu einem „Krankheitsschub“, müssen eine Radiojodtherapie oder eine operative Entfernung der Schilddrüse erwogen werden.

 

Nach einer Radiojodtherapie oder Operation müssen die fehlenden Schilddrüsenhormone durch Tabletten ersetzt werden. Welche Dosis vom Körper benötigt wird, ist durch Laborkontrollen auszuloten.

 

Bei einer Augenbeteiligung ist die konsequente Mitbetreuung durch einen Augenarzt erforderlich. Bei schweren Verlaufsformen ist eine Behandlung mit Kortisonpräparaten, evtl. sogar eine Operation erforderlich.

 

Symptome einer Schilddrüsen-Überfunktion

 

. verstärktes Schwitzen

. der Puls ist zu schnell und es können Herzrhythmusstörungen vorkommen

. der Blutdruck kann erhöht sein

. obwohl der Appetit gesteigert ist, verliert man an Gewicht

. Durchfall

. Zyklusstörungen

. die Muskeln schmerzen oder man ist geschwächt

. es kann auch zu vermehrten Haarausfall kommen.

 

 

Dies ist eine kurze Übersicht zum Morbus Basedow aus Sicht der

Selbsthilfegruppe.

 

Wir möchten als Laien anderen Betroffenen zu mehr Lebensqualität verhelfen und Ihnen neuen Mut geben, mit der Erkrankung besser zu leben

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